Dezember 19, 2007...1:16

Mal wieder ein neuer EU-Schmu zum Jahresende

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Es gibt Dinge, die glaubt man gern – und es gibt Dinge, die kann man nicht glauben… So erging es mir heute Morgen beim Frühstück, als ich den neuesten EU-Irrsinn erfahren durfte und mir das Croissant wieder hochkam…  Es scheint, als hätte die Kommission mal wieder mächtig Langeweile gehabt oder einfach nur zuviel Glühwein getrunken.

Nun mag der eine oder andere sagen: „Immer diese Leute, die die EU nicht verstehen!“  NEIN…Ich bin Befürworter der Europäischen Integration, des gemeinsamen Marktes und natürlich des Euro. Nie zuvor war Deutschlands Währung so stabil wie jetzt in der EWWU! Aber ich verstehe nicht, warum ein Wirtschaftsraum wie die EU immer mehr zu einem Regulationsraum wird. Wäre der freie Handel in der EU etwa zusammengebrochen, nur weil zwei dänische Gurkenproduzenten nicht norm-gekrümmte Gurken verkaufen wollten? Sicher nicht, dennoch mussten die Fabriken enorme Strafen zahlen. Oder hat der Sex zu Zeiten, als es noch keine EU-genormte Kondomgrößen gab weniger Spaß gemacht? Und warum hat die EU über eine Million Beamte? Am Ende entscheiden doch die nationalen Regierungschefs alles!!

Die EU scheint sich selbst zu einem aufgeblähten, teuren Apparat entwickelt zu haben, der sich Bestimmungen ausdenkt, die europäische Firmen gefärden und nicht den Freihandel fördern. Und heute morgen wurde die lange Tradition der EU-Katastrophen fortgesetzt:

Auch ich bin ein Freund der CO2-Regulierung, und die EU wohl auch – aber in einem nicht mehr gesunden Maß. Denn nun sollen neue Grenzwerte für Atomobile festgelegt werden. Ist ja an sich nicht schlimm und hier und da ein Bußgeld ist man ja von der EU gewohnt, doch warum sind die Grenzwerte genau so festgelegt, dass für fast sämtliche in Deutschland produzierte Automobile Bußgelder bezahlt werden müssen, französische und italienische Modelle nur hier und da die Grenzwerte überschreiten. Der Grund ist klar: Italien und Frankreich produzieren leichte Cityflitzer, keine großen Limousinen wie Deutschland. Aber wo ist denn hier die Gerechtigkeit? Auch ein Fiat stößt CO2 aus – wenn auch weniger – aber die deutschen Großwagen sind Hauptmotor des gesamten Europäischen Exports. Und warum muss der größte Nettozahler der EU mal wieder am meisten bluten…? Und wie steht dieser Vorschlag der Kommission mit der Tatsache in Verbindung, dass mehrere Manager der französischen und italienischen Autoindustrie derzeit in Brüssel residieren??

Es ist mal wieder nicht fair, dass Deutsche Spitzenware gegenüber anderen Billigautos benachteiligt wird… von den Auswirkungen auf die Wirtschaft ganz zu schweigen. Aber die lassen sich so oder so nicht vermeiden, denn schon jetzt ist klar: Neue, CO2-arme Motoren sind teurer, im Schnitt pro Auto 1000-1300Euro… egal wer welche Bußgelder bezahlt.

Na dann mal vielen Dank Liebe Kommission für dieses schöne Weihnachtsgeschenk!!

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